Stürmische Eröffnung der Regattasaison !
37 Boote waren beim diesjährigen Ansegeln der Weidener Segelclubs, welches durch den YES durchgeführt wurde, am Start.
Die Wetterprognosen waren sehr unterschiedlich und schwer vorauszusagen. Die 1. Wettfahrt wurde pünktlich bei ca. 10 kn Wind gestartet. Während der Wettfahrt trübte sich der Himmel im Süden massiv ein. Die Wettfahrtleitung signalisierte darauf für die 2. Wettfahrt einen kürzeren Kurs um eine sichere Abwicklung für ein 2. Wettfahrtergebnis zu ermöglichen.
Während der Startkreuz wurde eine Frau mit zwei Kindern auf einem defekten Elektroboot von einem unserer Regattabegleitboote gesichtet und in Sicherheit gebracht. Nachdem der erste Donner zu vernehmen war und die Wolken Gefahr drohend in Richtung Weiden vordrangen wurde die laufende Wettfahrt sofort abgebrochen. Diese Entscheidung sollte den Bootsbesatzungen ermöglichen die Boote auf Starkwind zu trimmen und in den sicheren Hafen einzulaufen.
Was danach geschah wird so manchen Teilnehmern aber auch vielen Segelkollegen an Land noch lange in Erinnerung bleiben. Schlagartig setzte Sturm, Hagelschlag und Finsternis ein. Ein Boot kenterte und der Steuermann konnte nur mit größter Anstrengung von unserer Rettungsbootbesatzung gerettet werden. Alle anderen Boote erreichten sicher die Hafeneinfahrt. Doch hier war das Chaos perfekt. Gekenterte Katamarane blockierten die Hafeneinfahrten und die nachfolgenden, mit großer Geschwindigkeit einlaufenden Boote konnten nur mit Mühe die Hafeneinfahrt passieren. Ein Boot drehte ab um eine Kollision zu verhindern und landete im Schilfgürtel. Zu diesem Zeitpunkt wurde im Hafen eine Windgeschwindigkeit von 48 kn gemessen. Dieser Zustand forderte einige bedauernswerte Sachschäden, aber Gott sei Dank keine gesundheitlichen Schäden bei den Teilnehmern.
Nicht einmal die stationierte Sturmwarnanlage warnte vor diesem speziell im nördlichen Seeteil, örtlich begrenzten Unwetter. Ein besonderer Dank gebührt den überaus mutigen Rettungsbootbesatzungen, welche unter diesen schwierigen Bedingungen ihren Dienst nicht nur für die Regattateilnehmer, wahrlich bis zur letzten Minuten erfüllten und großartiges geleistet haben. Die Teilnahme an den jährlichen Ausbildungen unserer Regattahelfer hat gefruchtet. Recht herzlichen Dank dafür.
Viele haben in dieser Situation und auch danach festgestellt, wie wichtig die Investition zur Anschaffung der beiden Schlauchboote war und die jährliche Wartung unserer Regattaboote ist. Auch hier ein großer Dank an den Clubvorstand der sich ihrer Verantwortung gegenüber den Regattateilnehmern und -helfern stets bewusst ist.
